Salammbo

IVR – The History of Nightwear

©Elisabeth Hautmann

Es ist kaum zu glauben, dass die Nachtwäsche für die Frau erst in den 1870er Jahren in Mode kam, mit Rüschenverzierungen, Stehkragen und der „Watteau-Falte“ auf der Rückseite. Bis ins 16. Jahrhundert war es in unserem Kulturkreis üblich, nackt zu schlafen. Die Sitte, ein Hemd nachts anzulassen, wurde erst um 1500 in Italien von der Oberschicht praktiziert. Frauen wie Männer ließen mitunter das am Tag getragene Hemd an. Ab dem 15. Jahrhundert wurde das italienische Nachthemd von der gesamten europäischen Oberschicht übernommen. Es war knöchellang und weit und wurde am Kragen mit zwei Knöpfen geschlossen. An dem äußeren Wandel der Nachtwäsche, kann man auch die Veränderungen der politischen Verhältnisse ablesen: Der, der die Mode zu lesen versteht, der kann darin die Wahrheit einer Gesellschaft wesentlich genauer ablesen als in irgendeinem anderen Medium. Walter Benjamin. Von kurz nach lang und von lang nach kurz und vom Kleid zur Hose; allen diesen Veränderungen liegen soziale Verhältnissen zugrunde. Die einzelnen Epochen legen das Bild der Wäsche für die Frau fest: vom Heimchen am Herd über die Femme Fatale bis hin zur Idealvorstellung einer modernen Frau.

 

IVR bezieht alle Stoffe aus kleinen Manufakturen in Frankreich, Italien, Portugal und Deutschland. Die Herstellung der Morgenröcke, Nachtkleider, Pyjamas etc. findet in Burgstädt/Sachsen statt. Das Maßatelier wie auch die Herstellung der Hostess Gowns hat seinen Sitz in Berlin.

Nightdress Galatea

69% Md, 18% Po,13% Se

Für das Nachtkleid Galatea werden Träger und Gürtel aus handgefertigter goldener und silberner Chorschnur mit Spikat hergestellt. Spikat ist eine aparte, fest gewebte Kugel am Ende einer auf besondere Art geflochtenen Schnur. Diese nennt man Chorschnur.

Produziert werden diese Accessoires in der Posamenten Manufaktur Forst in der Nähe von Cottbus. Eine der wenigen Posamenten Manufakturen, die es in Deutschland noch gibt.